Ich las am 10. Januar dieses Jahres ein Essay (hier geht es zum Essay) von Harald Martenstein. Ich war der Art sauer, dass ich gleich loslegen wollte. Eine Antwort, etwas Fundiertes dagegen halten. Ich entschloss mich aber nichts zu schreiben, weil es vermutlich in Beschimpfung ausarten würde und das Thema verdient an der Sache diskutiert zu werden und sich nicht an Personen wie Harald Martenstein zu orientieren. Nun hab ich sein Essay wieder gelesen und fange an zu schreiben. Es stört mich wieder. Harald Martenstein, der Töne anschlägt als ob er populistischer sein wolle als Oskar Lafontain. Nur das er gut schreiben kann und es in der Sprache so verpackt, dass es auch den FDP Wählern gefällt. Es ist einfach als Kolumnist. Man muss nicht Verantwortung übernehmen, nicht zeigen wofür man neben dem Geschriebenen in der Realität einsteht. Es geht nur um die bissigsten Formulierungen, humoristisch verpackt. Schwierige Themen werden so zum Spielball von Komik, Pauschalisierung und Unwissenheit.
Das Essay vom 10. Januar mit dem Titel „Experiment am Lernenden Objekt“. Die erste Kritik an dem Text? Niemand weiß woher Herr Martenstein seine Fakten nimmt. Das was jeder Student nach 2 Semestern drauf haben sollte, Herr Martenstein zeigt wie man es nicht macht.
Nun zum Text selbst. Ich will auch gar nicht auf dem Formalen herumreiten – man wird immer so schnell als Formalienreiter betitelt werden. Der Text von Martenstein bringt auch genug inhaltlichen Stoff der mindestens diskussionswürdig ist.
Nach einer rührseligen Beschreibung, wie der sozialer Hintergrund seiner Mitschüler am Gymnasium war, schreibt Martenstein diesen einen kleinen Satz: „Natürlich gab es eine soziale Selektion.“. Dieses „natürlich“, warum ist es natürlich das es soziale Selektion gibt? Im Gegenteil, meisten fußt diese soziale Selektion auf soziale Ungerechtigkeit und die gilt es zu bekämpfen! Daran ist nichts natürlich, wenn Martenstein folgend beschreibt wie die Menschen soziale Wesen sind, dann gehört es auch dazu soziale Gerechtigkeit nicht nur zu fordern sondern auch zu schaffen und zu gestalten. Nachdem Martenstein also seine romantische Version von „Früher“ beschriebt, als man sich noch richtig ins Zeug legen musste für das Abitur, behauptet er einfach mal mir nichts dir nichts, dass das Niveau des Abiturs gesenkt wurde. Ohne Statistik oder Verweis. Keine Studie, nur die Ahnung, dass es früher schwerer war. Ohne Martenstein zu Nahe zu treten, vielleicht hatte seine Klasse einfach ein paar Probleme mit dem Abitur, waren nicht so begabt. Ich weiß es nicht. Fakt ist aber, Schüler lernen heute so viel Wissen wie nie. Heute müssen sie neben der ganzen Geschichte, Literatur, Mathematik, bspw. auch fundiertes Computer-Wissen vorweisen. Dies wird oft nicht einmal gelehrt, sondern einfach erwartet. Ich habe in der 9. Klasse gelernt wir man theoretisch eine Atombombe baut! Wozu, weiß ich bis heute nicht. Aber ich denke nicht, dass Martenstein diese Berechnungen früher machen musste… Hier steht also meine subjektive Meinung gegen Martensteins subjektive Meinung. Mal sehen, wer schneller einen Beleg für seine Meinung findet (IQB, 2009, Im Auftrag des Saarländischen Landesministeriums).
Martenstein ist Vater eines Sohnes. Als Elternteil ist er also auch betroffen von schulpolitschen Entscheidungen. Eltern sind einer der größten Widerstände, wenn es um Bildungsreformen geht. Zum einem sind die Lager der Eltern oft uneins. Die Vertreter sind zerstritten und die Vertreter, die es gibt, bilden diejenigen ab, welche oft wohlsituiert sind. Wer Probleme hat die Bildung seines Kindes zu finanzieren, hat eher wenig Zeit sich ehrenamtlich in den Vertretungsstrukturen zu engagieren. Als Vater jedenfalls würde Martenstein sein Kind nicht auf die Sekundarschule gehen lassen. Sekundarschulen sind das Produkt der neuen Schulreform in Berlin. In ihr gehen Realschulen und Hauptschulen und Gesamtschulen auf. Schüler sollen so lange wie möglich zusammen unterrichtet werden. Ohne dass die Schule es unter Beweis stellen hätte können, beraubt Martenstein ihr jegliche Chance sich zu beweisen, er schreibt:
„Ich habe keine Lösung. Immerhin glaube ich zu wissen, dass die neue Sekundarschule die Lage nicht bessern, sondern eher verschlimmern wird,[…].“.
Wunderbar. Herr Martenstein, derjenige mit der Glaskugel zu Hause, nutzt all seine Macht in seiner Kolumne um einer neuen Schulstruktur im Land den Boden weg zu ziehen. Warum versetzt er der Sekundarschule den Todesstoß, bevor sie überhaupt geboren wurde? Ich denke, es liegt einfach daran, dass Martenstein sich vorstellt, wie es wäre, wenn sein Sohn in Kontakt käme mit Leuten, die es vielleicht nicht so gut haben wie er. Oh das wäre grausam. Soziale Ungerechtigkeit erfahren……. Als Argument, das man verkaufen kann, meint Martenstein, dass er seinen Sohn nicht als Opfer eines Experiments sehen will? Aber ist nicht die Erziehung und Bildung von Kindern immer ein Experiment. Jedes Kind hat doch andere Bedürfnisse. Es gibt kein Schema F nach dem erzogen und gebildet werden kann. Darum ist die Sache doch so schwierig. Es geht darum, den besten Mittelweg zu finden.
Die Fratze des Martensteins, tritt dann sehr deutlich zu Tage:
„Eltern, die ihre Elternschaft ernst nehmen, werden immer für eine möglichst gute Ausbildung ihrer Kinder kämpfen, gesellschaftliche Probleme und das Wohl anderer Kinder werden ihnen vergleichsweise, und völlig zu Recht, egal sein.“
Was Martenstein meint, ist: die denen es gut geht, müssen noch stärker nach unten treten, damit unsere Kinder es auch schön ruhig haben im Wattebausch. Die Kinder der besser Situierten sollen dadurch, dass sie in das Umfeld geboren sind auch per se ein bessere Leben habe. Das ist nicht gerecht, aber es ist das, was Martenstein will. Das Gymnasium wirkt dabei als das Beruhigungsmittel. Dieses süchtig machende Mittel muss verteidigt werden:
„Möglichst gute Ausbildung“ muss natürlich nicht immer Gymnasium bedeuten. Aber das Gymnasium hat seit zweieinhalbtausend Jahren bewiesen, dass es funktioniert, dass es gebildete und lebenstüchtige Menschen hervorbringt.“.
An diesem Zitat zeigen sich zwei Dinge. Erstens Harald Martenstein ist grundnaiv, wenn er meint, dass das Gymnasium von vor 2500 Jahren etwas mit dem von heute zu tun hat. In der griechischen Antike war das Gymnasium ein Ort ausschließlich nur für Männer (exklusive der Sklaven) in denen das Philosophieren und die Rhetorik gelehrt wurde. Es war keine Bildungsstätte für die jemanden auf das Studium oder die Bankerlehre vorbereiten sollte. Es ging lediglich darum, Philosophen und Rhetorikern Raum für Lehren zu geben. Neben diesen Strang wurden im alten Griechenland Orte in der Nähe von Sportstätten Gymnasien genannt, in denen nackt trainiert wurde… Später im 16 Jh. wurden Stätten des theologischen Studiums Lyzeum (also auch ein Gymnasium) genannt Erst im Preußen des 19. Jh bekam das Gymnasium seinen heutigen Charakter. Aber dort war viele Anders – Prügelstrafe, Geschlechterdiskriminierung und autoritäre Didaktik Nicht im Geringsten könnte man diese Formen mit einander vergleichen oder so als eine immer währende Form bezeichnen. Er tut es trotzdem. Zweitens ist er hier ganz hinterlistig. Gute Bildung müsse nicht gleich Gymnasium heißen. Das ist eine Botschaft an diejenigen, die von unten nach oben aufsteigen wollen. Hartz IV Familien beispielsweise sollen dann wohl erst mal klein anfangen, mit der Realschule. Hauptsache sie zerstören nicht die heile Welt meiner Tochter oder meines Sohnes.
Martenstein widmet sich im Folgenden noch einmal der Schulstrukturreform in Berlin. Das zentrale Argument in der Diskussion der Reform: Die Schüler sollen so lange zusammen lernen wie möglich. Martenstein nimmt es auseinander, in dem er das Argument verzerrt. Er meint, die Krawallrabauken sollen von den ruhigen Strebsamen lernen. So wird versucht den Eltern Angst zu machen, á la „unser Kind muss nun noch länger mit Rowdys lernen, oh nein.“. Tatsächlich meint die Diskussion, dass die Leistungsschwachen mit den Leistungsstarken länger zusammen lernen sollen (vgl. Carle/Metzen, 2007). Es geht darum, dass Schüler sich untereinander Inhalte viel besser beibringen können als Erwachsenen den Kindern. Das ist kein Plädoyer 10-Jährige als Lehrer einzustellen. Es geht eher darum in Freiarbeitszeiten oder Wochenplanarbeiten die Kinder untereinander gemeinsam an Aufgaben arbeiten zu lassen. So soll der oft beschworene Peer-Effekts zum tragen kommen. Kurz beschrieben sagt das Peer-Prinzip, dass man Menschen in Kategorien zusammenfassen kann, etwa Menschen die das selbe alter haben, oder den selben Status (Student) und diese Menschen sich stärker an einander orientieren. Dieses Prinzip hat den Effekt, dass diejenigen die einer Gruppe angehören „die selbe Sprache sprechen“, dieselben Herausforderungen zu bestehen haben und dieselben Ziele haben. Untereinander können sie sich auf Grund dieses Konsenses verstärkt helfen, als wenn von Außen jemand versucht Inhalte zu streuen.
Mit Hilfe dieses Effekts werden die Inhalte auch den leistungsschwächeren Kindern besser klar werden (Köbberling/Schley, 2000).
Was dann folgt, ist eigentlich ein Skandal sondergleichen. Martenstein schlägt Töne in diesem Essay an, die dem eines Guido Westerwelles heute im nichts nachstehen. Naja, Martenstein ist wohl nicht so bekannt, glücklicherweise auch kein so mächtiger Entscheidungsträger in der Politik wie Westerwelle. Aber ein Kolumnist wird gelesen und wenn man das Ganze dann so schön verpackt wie der Herr Martenstein, dann ist der Skandal auch nicht so groß.
Es wird die Angst geschürt vor eben all denjenigen die nun die Gymnasien fluten und mit denen die Kinder der besser Situierten in Kontakt kommen könnten. Es sind die bösen Dauerarbeitslosen! Diese „neue soziale Schicht“ ergeht sich in Alkohol, ungebremsten Medienkonsum und ist kriminell. Für die Dauerarbeitslosen hat Bildung keinen Wert mehr, vermutlich können sie gar nicht lesen, weil sie den Fernseher haben, und dort muss man nicht lesen, sondern nur gucken und hören. Menschen die meinen, „okay, ich geh mit dem Martenstein mit, Familien die seit Generationen nur Erwerbslos sind, die haben eine Handicap in Sachen Bildung.“. Werden dann später darüber belehrt, dass es eigentlich auch gar nicht nur um die Dauererwerbslosen geht, sondern auch um die Hartz IV-Empfänger:
„Es ist angenehmer und vernünftiger, mit Hartz IV morgens im Bett liegen zu bleiben, statt um sechs für einen Job aufzustehen, der 100 Euro mehr bringt als die staatliche Unterstützung.“
Herr Martenstein kennt die bittere Realität von Hartz IV Empfängern nicht (Praxisnahe Beispiele gibt es dafür auch auf www.tacheles.de). Sie haben dem Amt gegenüber umfangreiche Pflichten, sie geben ihre Privatsphäre fast komplett auf, damit der Staat versucht sie wieder in Lohn und Brot zu bringen. Sozialscouts forschen alles aus. Sozialscouts werden diejenigen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit genannt, welche in Wohnungsbesuchen die Wohnverhältnisse der Hatz IV – Empfänger untersuchen. Die Bezüge können von heute auf morgen um 30 % gesenkt werden. Das Leben als Hartz IV-Empfänger ist nicht schön, schon gar nicht wirklich lebenswert.
In der Vorstellung von Martenstein geht es bei Schülern aus Hartz IV-Familien um Hauptschüler:
„Jetzt wird die Hauptschule abgeschafft, aber die Hauptschüler kann man nicht abschaffen, sie bleiben.“
Scheinbar ist es etwas “natürliches“: Hauptschüler bleiben Hauptschüler. Wir geben heute anscheinend den Menschen auch nicht mehr die Perspektive durch gute Bildung einen gutes Lebens zu haben. Nein wir verurteilen zu vor. Stecken sie in Schubladen.
Mal unabhängig von der Frage, wie es um die Erwerbslosen in Deutschland gestellt ist, das Feld derjenigen die Hartz IV beziehen ist vielfältig. Da gibt es die Lohnaufstocker, da gibt es die Langzeitarbeitslosen, zu nennen sind auch diejenigen die sich vielleicht bewusst eine Auszeit gönnen. Die Frage ist doch, ist man immer unproduktiv für die Gesellschaft wenn man erwerbslos ist? Tun die erwerbslosen Eltern nichts für die Gesellschaft? Sie erziehen bspw. ihre Kinder, das ist eine ganze Menge. Es gibt viele Erwerbslose, die sozial und ehrenamtlich engagiert sind. Viele Gewerkschaften haben arbeitslose Mitglieder. Sind das alles unproduktive Menschen? Nein! Nur weil sie keine Gewinn heben, sind sie nicht unproduktiv, sie schaffen soziales Kapital. Und, Herr Martenstein, wenn sie meinen, wer ein TV-Gerät hat braucht nicht mehr zu lesen, dann irren sie. Das Fernsehprogramm muss auch erlesen werden. In der TV-Zeitschrift oder im Videotext. Lesen hat immer ein Wert, auch wenn man es für die einfachsten Sachen braucht. Dabei, um die Polemik bei Seite zu lassen, verweist Martenstein darauf, dass es zunehmend weniger Jobs geben wird. Die Technisierung der Welt geht voran. Es werden immer weniger Arbeiter gebraucht. Die Welt wird effizienter. Deswegen diskutieren wir heute über Sachen wie das bedingungslose Grundeinkommen. Sollen dann diejenigen, die Erwerbslos sind die schlechtere Bildung bekommen, weil sie schon Geld vom Staat beziehen?
Werter Heer Martenstein,
das Essay hat den Titel nicht verdient. Man fragt sich, wie kann man das veröffentlichen? Martenstein wälzt sich selbst in Mitleid, wir die Guten und da die bösen Dummen. Die Dummen wollen die Schule, die für uns besser Privilegierte gemacht wurde, schlecht machen. Herr Martenstein, sie haben mein Mitleid. Sie haben es sich dafür verdient, dass sie, obwohl sie doch ein studierter Mensch sind, nicht sehen, dass es soziale Ausgrenzung gibt. Diese Ausgrenzung basiert eben nicht immer darauf wie viel Leistung ein Schüler bringt, sondern aus welcher sozialen Lage er kommt. Geisteswissenschaftlicher machen schon lange darauf aufmerksam, dass es einen Zusammenhang von Benotung der Schüler und dessen sozialer Stellung gibt. In einem Umfeld, in dem einem Kind aus der Hartz IV-Familie immer gesagt wird, du bist ein Problemkind, wird es zum Problemkind. Sie haben ihren Beitrag für diesen Prozess getan. Gratulation.
Wenn wir heute davon reden, das Manager den Bodenkontakt verloren haben und maßlos geworden sind, dann weil sie ihre Handlungen nicht mehr in Beziehung zum durchschnittlichen Leben setzen können (Münkler/Loll, 2005). Warum können sie das nicht? Vielleicht weil sie nie mit Probleme des Durchschnittsbürger konfrontiert wurden. Deswegen ist es auch gut Schüler so lange wie möglich zusammen lernen zu lassen. Die Hartz IV-Schüler sollten genauso wenig heraus selektiert werden wie Professorenkinder und die Vorarbeiterkinder. Das Managerkind gehört auch in die Klasse, genauso wie das Kind eines Kolumnisten. Die Kinder müssen die Hintergründe der Anderen kennen (Jungmann, 2008), damit sie sich selbst in der Welt verorten können. Halten wir die Kinder verschiedener Hintergründe auseinander, dann werden automatisch einige Gruppen diskriminiert (Hitzler, 2004).
Wenn wir die Kinder frühzeitig Opfer von Diskriminierungsprozessen werden lassen, dann sind diese zu recht frustriert und wütend.
Carle, Ursula / Metzen, Heinz (2007_05): Wie entwickelt sich die ‘Flexible Schuleingangsphase (FLEX)’ im Land Brandenburg? Projektent-wicklungsbeurteilung auf der Basis exemplarischer Videoanalysen zur Unterrichtsqualität der FLEX-Schulen im Land Brandenburg. In: Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) (Hrsg.): Evaluation der flexiblen Schuleingangsphase FLEX im Land Brandenburg in den Jahren 2004-2006. Ludwigsfelde-Struveshof: LISUM, 167-222.
Köbberling, Almut / Schley, Wilfried; Sozialisation und Entwicklung in Integrationsklassen.: Untersuchungen zur Evaluation eines Schulversuchs in der Sekundarstufe.; Juventa (2000)
Jungmann; Christel; Die Gemeinschaftsschule: Konzept und Erfolg eines neuen Schulmodells; Waxmann Verlag(2008)
Edelstein, Wolfgang; Ressourcen für die Demokratie. Die Funktionen des Klassenrats in einer demokratischen Schulkultur; „Demokratie in der Schule. Partizipation – Historisch-Politische Bildung – Werte“ am 24./25. Juni in Potsdam
Münkler, Herfried/Loll, Anna; Sozio-moralische Ressourcen als Vorraussetzung für Demokratie und Freiheit sowie als Aufgabe politischer Bildung; In:Demokratiekompetenz: Beiträge aus Politikwissenschaft und Pädagogik und politischer Bildung; VS Verlag (2005)
Hitzler, Ronald; Elitenmacht; Band 5 Soziologie der Politik; VS Verlag (2004)